Wider die Angst

Seit Monaten werden wir von der Angst regiert. Wir haben mehr oder weniger Angst vor einem Virus, Angst vor Krankheit, Angst vor Strafe, Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Tod. Politiker und Virologen schüren diese Angst aus Angst davor, dass sich viele Bürger nicht durch Vernunft, sondern nur durch Angst regieren lassen.

Zunächst ist Angst ein natürlicher Schutzmechanismus von uns Menschen, der uns zur Vorsicht mahnt, wenn Gefahr droht. Angst kann aber auch blind machen oder krank. Jesus hat einmal gesagt: „In der Welt habt ihr Angst." Das heißt, Angst ist ganz normal. Niemand muss sich dafür schämen. Auch Jesus hatte Angst im Garten Gethsemane vor seiner Verhaftung. Aber Jesus blieb nicht bei der nüchternen Feststellung stehen, sondern er fährt fort: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." Immer dann, wenn die Angst in uns hochkriecht, dürfen wir auf Jesus schauen. Er hat sogar den Tod überwunden. Der Tod ist nicht die endgültige Katastrophe. Er ist das Tor zum Reich Gottes.

Lasst mich Christian Fürchtegott Gellerts Osterlied zitieren. Sein Name war übrigens Programm: Fürchte Gott! „Jesus lebt, mit ihm auch ich!" Diese Gewissheit könnte helfen wider die Angst.

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Euch/Ihnen Ihr/Euer Pfarrer Friedrich Scherzer