„Fürchtet euch nicht!"

Liebe Gemeinde,
ist christlicher Glauben auch nur eine Verschwörungstheorie? In den vergangenen Wochen
wurde ich mehrmals mit dieser Frage konfrontiert. Manchmal wurde diese Frage
auch zur Behauptung.
Glauben und Verschwörungstheorien basieren auf Überzeugungen ihrer Anhänger, die
sich nicht beweisen lassen. Anhänger beider Richtungen sind für Gegenargumente nicht
erreichbar. Beide setzen auf die Angst ihrer Anhänger und der Menschen, die sie überzeugen
wollen.
Ich behaupte dagegen: Gegen jegliche Verunsicherung und gegen diffuse Angst hilft am
besten ein gesundes Gottvertrauen. „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.“ Das kann ich zwar nicht beweisen, aber es
spricht viel dafür, und aus diesem Vertrauen schöpfe ich Kraft und Hoffnung.
Die Begegnung mit dem allmächtigen Gott ist oft mit einem gewaltigen Erschrecken verbunden.
Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass wir Gott ernst nehmen sollen und
dass wir unser Leben vor ihm verantworten müssen. Das kann Angst machen. Deshalb
sind ja meist die ersten Worte der Boten Gottes, wenn sie Menschen begegnen: „Fürchtet
euch nicht!“ Diese Ermutigung kann über unserem ganzen Leben stehen. Natürlich
ist das keine Aufforderung zu Leichtsinn oder Verantwortungslosigkeit. Aber das hilft gegen
jede Art der Panikmache. „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Ihr/EuerPfr. Friedrich Scherzer